Über die Inspiration

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Der Beginn

27. Januar 2008 durch vom zauBerBerg

30 Jahre sah ich zu, hielt den Mund und nickte brav.
Ab jetzt geb ich keine Ruh, bin erwacht aus dumpfem Schlaf.
Glaub nicht mehr an Euren Traum, auch nicht mehr an Recht und Pflicht.
Schaff mir einen kleinen Raum, in dem brennt für Wahrheit Licht.

Sehe, was hier Wirklich ist, schlachte, was den Schlaf antreibt.
Jeder kriegt nur, was er ist, siehe, was Dir übrig bleibt.
Sehe, wer hier Wahrhaft ist, kämpf den Weg, der sie befreit.
Rettet, was zu Retten ist, siehe, wie fast jeder schreit.

Folg Euch nicht mehr stumm und blind, bin kein Sklave, kein Lakai.
Nenn die Dinge wie sie sind, schreib es nieder, mach mich frei.
Nehm mein Stift - bin so Soldat, reime meinen Widerstand.
Und ich hoff mit dieser Tat diene ich dem Vaterland.

Seelenspiegel

4. Dezember 2007 durch Großinquisitor

Ist Alles nur ein Spiegel aus den Tiefen der Seele?

Was mag das Folgende von mir spiegeln?

ODER

UND

AM END

Diese Vids von VNV Nation waren auf VampireFreaks.com

Das Wohl und Weh des Betrachters

9. Mai 2007 durch vom zauBerBerg

Das was ich mit meinem Bleistift auf Papier zeichne, lässt sich wie jede Handlung im Leben nicht genau ergründen. Es ist keine mathematische Gleichung, welche durch die korrekte Anwendung von Lösungsverfahren zu einem unumstößlichen Ergebnis führt, welches sich dann mit dem Ausdruck „wahr” oder „falsch” etikettieren lässt, um in den Schubladen der Leser zu verschwinden. Ich erhebe an den von mir verfassten Zeilen, nie den Anspruch einer absoluten Wahrheit - noch der Vollständigkeit, da ich in meiner Jugend die Mathematik „Geschichte und Wahrheitsanspruch” kennen gelernt habe und daraus resultierend das Wissen um das Publikum und ihre Mechanismen lernte.
Der leserspezifische Standort in Form von Bildung, gleich Erfahrung und angelesenem Wissen der Gesellschaft, erheben das Objekt der Betrachtung zur Wahrheit und somit Erlösung des Autors oder lassen die Thesen in die Verdammnis der Lüge fallen. Eine Gleichung, welche heute noch als unwahr bezeichnet wird, kann schon Morgen durch eine neue Erkenntnis mit simpler Änderung der mathematischen Regeln zur Folge, als Beweis für eine neue Wahrheit dienen, welche wiederum als Weiterentwicklung der bisherigen Gesetzmäßigkeiten gesehen wird. Eine Änderung des Betrachtungswinkels lässt uns das Gesehene in einem anderen Licht erscheinen und führt so unter Umständen zu einem anderen - vielleicht besseren Urteil unsererseits. Ergo können die von mir verfassten Zeilen “zugleich Alles und doch Nichts” sein, zumahl es ja keinen ultimativ umfassenden und somit einzig gültigen Betrachtungswinkeln - rein physikalisch gesehen, geben kann.
Simpel die Vermutung, wenn der Leser annimmt, da es ja keinen absoluten Bewertungsmaßstab gebe, ein Autor hätte gegenüber dem Mathematiker auch immer die Gewissheit: „Der Weg ist richtig, das Erschaffene gut”. Empirisch betrachtet muss deshalb diesen Bestrebungen entgegen gestellt werden, dass im Schaffungsprozess, von selbstzeifel zerfressen, der Schreiber sich nur mühsam Zeile um Zeile vorkämpft. Eine verzweifelnd wirkende Suche nach dem Ausdruck als Mittel, das im Kopf und Herz Steckende zu befreien, stoppt ihn immer wieder bei der Weiterentwicklung des Gedankens. Ist nun jenes Wort oder dieser Satz ein Spiegel des Gefühls, der Idee?
Es kann bei beiden der Weg voller Schmerz sein, welchem ein Akt der Befreiung folgt und eine in Aussicht stehende Belohnung der Entfesslung wird zum Zwang, der durch die Hand geführt, den Stift über das Papier gleiten lässt. Beim Schreibenden wird aber zuweilen, durch eine Spur aus Buchstaben und Wörtern manifestiert, der Ursprung jener Last durch das gewählte Wort des Beschreibenden offenbar.

vom zauBerBerg