der Weg als Ziel

 Suche:

Böser Papa

2. Juli 2008 durch vom zauBerBerg

Ein manchesmal erscheint es mir,
ein Gespenst aus alter Zeit ist hier.
Dem Staat vertrauen - es logisch klang,
hab acht, hieß es doch dann: „Untergang“!

Er rüstet sich vor wem als Feind?
Per Dekret, –jedes Kind ist gemeint.
Im Notfall herrscht dann noch der Krieg.
Waffen, in falscher Hand, gleich Endsieg!

Datenbanken, Infospeicher,
Wachen stets - machen leichter Gleicher.
Der Vater Staat, sei doch nicht blind,
wieso misstraut er uns, seinem Kind?

Berlin, Berlin, ick höre Dir.
Nachtigall, du tappst so laut, weg hier!
Diesen Vater wollen wir nicht,
steht auf, hebt die Faust, zeigt Gesicht!

Der Beginn

27. Januar 2008 durch vom zauBerBerg

30 Jahre sah ich zu, hielt den Mund und nickte brav.
Ab jetzt geb ich keine Ruh, bin erwacht aus dumpfem Schlaf.
Glaub nicht mehr an Euren Traum, auch nicht mehr an Recht und Pflicht.
Schaff mir einen kleinen Raum, in dem brennt für Wahrheit Licht.

Sehe, was hier Wirklich ist, schlachte, was den Schlaf antreibt.
Jeder kriegt nur, was er ist, siehe, was Dir übrig bleibt.
Sehe, wer hier Wahrhaft ist, kämpf den Weg, der sie befreit.
Rettet, was zu Retten ist, siehe, wie fast jeder schreit.

Folg Euch nicht mehr stumm und blind, bin kein Sklave, kein Lakai.
Nenn die Dinge wie sie sind, schreib es nieder, mach mich frei.
Nehm mein Stift - bin so Soldat, reime meinen Widerstand.
Und ich hoff mit dieser Tat diene ich dem Vaterland.

Eine Beschreibung

25. Januar 2008 durch vom zauBerBerg

Auf dass der Gedanke nicht einsam und ungespiegelt, kampflos versteckt wird, sondern eine Reise voll vom Abenteuer einer ungewissen Zukunft sei, so heiß ich Euch Willkommen!
Tag ein, Tag aus und Stund um Stund nimmt der Bundesbürger viele, tausende Informationen bewusst und unbewusst wahr. Dieser Input muss verarbeitet werden, was ebenso bewusst, wie unbewusst geschieht. In unserem Kopf entstehen so bei der Verarbeitung, Verbindungen: Verbindungen zwischen Begegnungen, Ereignissen sowie Nachrichten, untereinander und mit den bereits verfügbaren, in Kästen katalogisierten Informationen und Erfahrungen aus vergangener Zeit. Diese Verbindungen, also die Verknüpfung von unterschiedlichen Informationen durchläuft dann, einer Art von Abgleich, welcher uns eigentlich helfen sollte, diese neuen Informationen richtig zu klassifizieren und im Anschluss entweder zu löschen oder im Wissensspeicher abzulegen.
Manchmal aber erscheint es uns, als sei genau hier etwas Unbestimmtes schief gelaufen und das Chaos sei über unsere Datenbasis, also dem Fundament unser bewusst und unbewusst geführten Entscheidungen, hereingebrochen. Wir wollen dann nicht glauben, was wir lesen, hören oder gar sehen und reagieren meist doch nur mit einem mehrmaligen, verneinenden Kopfschütteln als Ausdruck unseres Unbehagen. Von Zeit zurzeit kann es aber passieren, dass ein Einzelner durch eine gewisse Anhäufung dieser Ereignisse, sich bewusst auf die Suche nach einer Überprüfung seines Wissensspeicher, seiner Basis macht, weil scheinbar irgendetwas auf unterschiedlichster Art und Weise auf sich bemerkbar machen will.
Zwar hört und sieht man nichts und man kann auch nichts riechen, aber doch ist da ein Gefühl, als sei etwas im Anflug, zu dem man selbst im Widerstand steht. Man behauptet dann gerne auch: „Nachtigall ich höre dir trappsen” und was in den Ohren anderer Zeitgenossen wie ein Irrglaube erscheinen mag - als Utopie abgetan wird, kann sich in der Zukunft doch als die Wahrheit offenbaren, welche sich schon immer irgendwo in den Weiten, der Gedanken von uns allen, versteckt befand.
Dieses Nachfragen und somit Abgleichen der Standpunkte ist bei vielen Themen unserer Gesellschaft aber als von „tabuisiert” bis „unterbunden” einzustufen, da die veröffentlichte Meinung einer extremer werdender Zensur zu unterliegen scheint und immer stärker werden, nicht mehr Spiegel der öffentlichen Meinung ist. Ergo muss folgen: „Denken ist verboten”, wenn in einer Zeit, in der sich die Geschichte zu wiederholen droht, dem kritische Nachfragen von Gedanken keine geschützten Räume mehr angeboten werden. Der Utopist - vielleicht naiv am Glaube festhaltend, das Recht auf freie Meinungsäußerung sei als Grundpfeiler dieser Utopie Demokratie zuverstehen - will deshalb zur Orientierung der Suchenden dieses Refugium “Reflexionen als verbaler Widerstand” zur Verfügung stellen.
Den mit Worten, nichts als Worten lässt sich trefflich nicht nur streiten, sondern teilen, was vielleicht im Prozess des Werdens noch trennt, aber durch Diskurs letztendlich eint.
Verbaler Widerstand sind Texte im Endstehen, die jedem Besucher zur freien Besichtigung offen stehen, auch wenn dieser es nicht versteht - unter Umständen ist genau dies des Pudels Kern. Und wenn es Euch erscheinen mag, als sei ein Text versucht sein Ende selbst bestimmen zu wollen, ist hiermit kundgetan: „Bei Manchen wurde der Gedanke, sowohl im Verlauf als auch im Ausgang, durch Bekennende, sprich registrierte Leser, mittels Kommentarfunktion abgeändert!”