29. November 2007 durch vom zauBerBerg
Der Mensch ist, sehen wir einmal von seinen Lernfähigkeiten und der ihm gegebenen schöpferischen Begabung ab, offensichtlich nur spärlich ausgestattet um sich im Schoße seiner Mutter Natur zu behaupten. Und doch hat er sich seine Heimat zu Untertan gemacht, ohne Rücksicht auf das Erbe dieses Planeten und seine Bewohnern zu nehmen, um alles in blutig peitschenden Sklavenmärkten valuierend dem Räuber „Mensch” unterzuordnen. Er selbst bezeichnet sich gerne als „Die Krönung der Schöpfung” und siedelt sich selbst im Bereich Säugetiere an, welche nach einer Tragezeit von etwa 9 Monaten ihre hilflosen Jungen „zur Welt bringen”. Diese Hilflosigkeit gepaart mit dem niedlichen Aussehen des Säuglings ist aber nur perfekte Mimikry, um den gefährlichsten Jäger dieses Universums in seiner Schutzlosigkeit zu tarnen. Ob nun Nesthocker oder nicht - im Allgemeinen verbringt das Kind zwischen 14 und 21 Jahren in der Obhut seiner Eltern und Sippe, um hierbei die seit Jahrtausenden überlieferten Verfahren zu erlernen, welche die Unzulänglichkeiten des eigenen Körperbaus mit Verstand und Wissen sehr erfolgreich ausgleichen. Der Mensch brauchte bei seinem Sturm an die Spitze der Nahrungskette seiner Welt, keine Sonderausstattung á lá Adlerblick oder Tigerklaue, er behalf sich mit dem, was man ihm mitgab: „seinen Verstand”. Eine tödliche Waffe - um nicht zu sagen: „Die tödlichste Waffe ist das Schwert der Phantasie gepaart mit einem Willen alles zu opfern, um die gesehenen Bilder real werden zu lassen!”. So erkennt der Mensch schon früh, dass es auf dem Weg nach oben Probleme und Aufgaben gibt, die der Einzelne nur schwer und unsicher, die Gruppe aber garantiert meistern wird, und dass zwei Menschen 3 Meinungen darstellen. Aus dieser Problemstellung heraus entwickelt sich ein sehr kommunikatives Lebewesen mit dem Willen zur Macht - quasi:
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9. Mai 2007 durch vom zauBerBerg
Das was ich mit meinem Bleistift auf Papier zeichne, lässt sich wie jede Handlung im Leben nicht genau ergründen. Es ist keine mathematische Gleichung, welche durch die korrekte Anwendung von Lösungsverfahren zu einem unumstößlichen Ergebnis führt, welches sich dann mit dem Ausdruck „wahr” oder „falsch” etikettieren lässt, um in den Schubladen der Leser zu verschwinden. Ich erhebe an den von mir verfassten Zeilen, nie den Anspruch einer absoluten Wahrheit - noch der Vollständigkeit, da ich in meiner Jugend die Mathematik „Geschichte und Wahrheitsanspruch” kennen gelernt habe und daraus resultierend das Wissen um das Publikum und ihre Mechanismen lernte.
Der leserspezifische Standort in Form von Bildung, gleich Erfahrung und angelesenem Wissen der Gesellschaft, erheben das Objekt der Betrachtung zur Wahrheit und somit Erlösung des Autors oder lassen die Thesen in die Verdammnis der Lüge fallen. Eine Gleichung, welche heute noch als unwahr bezeichnet wird, kann schon Morgen durch eine neue Erkenntnis mit simpler Änderung der mathematischen Regeln zur Folge, als Beweis für eine neue Wahrheit dienen, welche wiederum als Weiterentwicklung der bisherigen Gesetzmäßigkeiten gesehen wird. Eine Änderung des Betrachtungswinkels lässt uns das Gesehene in einem anderen Licht erscheinen und führt so unter Umständen zu einem anderen - vielleicht besseren Urteil unsererseits. Ergo können die von mir verfassten Zeilen “zugleich Alles und doch Nichts” sein, zumahl es ja keinen ultimativ umfassenden und somit einzig gültigen Betrachtungswinkeln - rein physikalisch gesehen, geben kann.
Simpel die Vermutung, wenn der Leser annimmt, da es ja keinen absoluten Bewertungsmaßstab gebe, ein Autor hätte gegenüber dem Mathematiker auch immer die Gewissheit: „Der Weg ist richtig, das Erschaffene gut”. Empirisch betrachtet muss deshalb diesen Bestrebungen entgegen gestellt werden, dass im Schaffungsprozess, von selbstzeifel zerfressen, der Schreiber sich nur mühsam Zeile um Zeile vorkämpft. Eine verzweifelnd wirkende Suche nach dem Ausdruck als Mittel, das im Kopf und Herz Steckende zu befreien, stoppt ihn immer wieder bei der Weiterentwicklung des Gedankens. Ist nun jenes Wort oder dieser Satz ein Spiegel des Gefühls, der Idee?
Es kann bei beiden der Weg voller Schmerz sein, welchem ein Akt der Befreiung folgt und eine in Aussicht stehende Belohnung der Entfesslung wird zum Zwang, der durch die Hand geführt, den Stift über das Papier gleiten lässt. Beim Schreibenden wird aber zuweilen, durch eine Spur aus Buchstaben und Wörtern manifestiert, der Ursprung jener Last durch das gewählte Wort des Beschreibenden offenbar.
vom zauBerBerg
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13. April 2007 durch GroĂźinquisitor
Die Gedanken sind frei doch die staatliche Meinungsfreiheit legt die Ideen in schwere Ketten der Angst, weshalb viele von ihnen, in Köpfen ein Sträflingsdasein fristen und am Gedankenspiel nicht mehr teilhaben dürfen. Ergo zwingen unsere reale Welt und ihre Gesetzte, mich als Initiator von Utopist.de in die Rolle eines Großinquisitors, der die Diktatur der Zensur umzusetzen hat. Da aber ein Verbot von Ideen in der Utopie nicht existiert – §1 Der Ausschluss von Einzelnen kann nicht zum Gesamten führen - wird versucht, die Visionen und Pfade nach Arkadien per Lotse zu begleiten.
Die Beichten von Reisenden in Form des Kommentars, welche mangels passender Umschreibung an den Klippen der versklavten Meinungsfreiheit Schiffbruch erleiden, werden überarbeitet. Der ursprüngliche Gedanke erhält so Immunität und Absolution gegenüber der stürmischen See der Verurteilung auf dieser Pilgerreise!
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